Verkehrsrecht: Verwertung des Unfallfahrzeuges zum Restwert laut Gutachten

von Daniel Krug

Das Landgericht Dresden hat durch Urteil vom 19.10.2011, 8 O 406/11, entschieden, dass ein Geschädigter sein Fahrzeug, welches durch einen unverschuldeten Unfall einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten hatte, zu jenem Restwert veräußern darf, der im eingeholten Sachverständigengutachten nachvollziehbar berechnet und mitgeteilt worden ist. Der Geschädigte muss in diesem Falle nicht abwarten, ob nicht der gegnerische Haftpflichtversicherer eventuell ein noch höheres Restwertangebot unterbreitet.

Dabei ist aber Voraussetzung, dass der Sachverständige im Gutachten den Restwert erkennbar korrekt berechnet hat. Hierfür muss er im Regelfall drei Angebote des regionalen Marktes als Schätzgrundlage einholen, benennen und verwerten.

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