Arbeitsrecht: kein Auskunftsanspruch abgelehnter Bewerber

von Daniel Krug

Der EuGH entschied am 19.04.2012, C-415/10 ("Meister"), dass sich aus dem EU-Recht kein Anspruch eines abgelehnten Bewerbers gegen den Arbeitgeber auf Auskunft über den tatsächlich eingestellten Berweber ergibt.

Gleichzeit aber geht der EuGH davon aus, dass allein der Umstand, dass der Arbeitgeber jedwede Auskunft strikt ablehnt, ein Indiz für die Annahme einer Diskriminierung darstellen und zu einer Beweislastumkehr führen kann. Dies führt dazu, dass bei einer entsprechenden Klage auf Schadenersatz wegen diskriminierender Ablehnung nun der Arbeitgeber in der Pflicht wäre, vollumfänglich darzulegen und zu beweisen, dass es eine solche Diskriminierung bei der ablehnenden Entscheidung eben gerade nicht gab.

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