Arbeitsrecht: auch Leiharbeitnehmer sind mitzuzählen

von Daniel Krug

Nach § 23 Abs. 1 Satz 3 KSchG gilt das Kündigungsschutzgesetz nur für Betriebe ab einer bestimmten Größe. Ermittelt wird diese Größe anhand der Anzahl der im Unternehmen beschäftigten Vollzeitkräfte, wobei Teilzeitkräfte entsprechend anteilig berücksichtigt werden.

Das Bundesarbeitsgericht BAG hat nun entschieden, dass bei dieser Berechnung auch Leiharbeitnehmer zu berücksichtigen sein können, nämlich dann, wenn sie aufgrund eines regelmässig bestehenden Berdarfs beschäftigt werden. Es könne keinen Unterschied machen, ob der Arbeitgeber seinen Bedarf mit eigenen Arbeitnehmern oder mit Leiharbeitnehmern deckt. In beiden Fällen könne nicht mehr von einem Kleinbetrieb im Sinne des Gesetzes ausgegangen werden. 

 

BAG 24.01.2013, 2 AZR 140/12

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